Rundbrief Schneebruch

eingestellt: 29.01.2026

Liebe Waldbesitzende, liebe Gemeinden und Waldfreunde,

Das Schneechaos auf den Straßen ist weitgehend geräumt, jetzt geht es für Viele an die Folgearbeiten – dazu gehören auch Zaunkontrollen und ggf. das Aufarbeiten von Schnee-Schäden im Wald.

 Dabei ist noch größere Vorsicht geboten, als bei der „normalen“ Waldarbeit!

Achtet bitte insbesondere auf:

Schneebruch

  • Rettungskette:
    • Rettungswägen sind selten geländetauglich!
    • Wenn Ihr mit dem Auto nicht in den Wald kommt, kommt der Rettungsdienst auch nicht rein, falls ihr ihn braucht.
      --> Im Zweifel lieber warten, bis die Zufahrten wieder frei(er) sind.
  • Hängender Kronenbruch:
    • Manche Gipfel sind nur teilweise abgebrochen und hängen noch oben am Baum.
    • Unter diesen besteht Lebensgefahr, da sie jederzeit herunterstürzen können.
      --> Die richtige Fälltechnik habt ihr im Motorsägenkurs gelernt, wer sich nicht mehr sicher ist, lässt sich lieber von den Profis helfen!
  • Bäume unter Spannung:
    • Schneelast auf den Bäumen, „Bogenlampen“ und Kronenbrüche sorgen für Spannung im Holz!
    • Dafür gibt es besondere Fälltechniken, insbesondere den Vorhänger-Schnitt.
      --> auch hier gilt: Die richtige Fälltechnik habt ihr im Motorsägenkurs gelernt, wer sich nicht mehr sicher ist lässt sich lieber von den Profis helfen!
  • Stolpergefahr, Gefahr durch herabfallende Schneebrocken usw.
    • Unter der Schneedecke sind Hindernisse oft nicht sichtbar, die Stolper- & Rutschgefahr ist entsprechend höher.
      • Herabstürzende Schneemassen können die gleichen Verletzungen hervorrufen wie herabstürzende Äste oder Kronenteile.
         --> Kein Aufenthalt im Gefahrenbereich!
  • Befahrbarkeit:
    • Nicht nur für Fußgänger, auch für Bulldog und sonstige Maschinen ist der Schnee eine Herausforderung!
    • Beim Seilwindeneinsatz die Maschine richtig stellen, Wegrutschen verhindern usw.
    • Spätestens wenn das Tauwetter einsetzt, können Wege und Rückegassen beschädigt werden!
      --> Richtige Technik sicherstellen.

Vergleich zum Staatswald:
Bei den Bayerischen Staatsforsten wird in unserer Gegend derzeit auch nicht im Wald gearbeitet – die Waldarbeiter sind entweder im „Schlechtwetter“ (also gar nicht draußen) oder arbeiten am Schlechtwetterarbeitsplatz, weil die Rettungskette nicht gewährleistet werden kann!

Schnee-Schäden im Wald sollten zwar aufgearbeitet werden, Sicherheit geht aber immer vor! Wartet im Zweifel lieber, bis die Unfallgefahr wieder etwas geringer ist!

Denkt auch an die Zaunkontrollen😉

Danke für Euren Einsatz für den Wald und unsere Heimat, ich wünsche Euch sicheres Arbeiten und passt auf Euch auf!

Mit den besten Grüßen aus dem Forstrevier

Rundbrief vom AELF-FU vom 28.01.2026

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