Aktueller Holzmarkt
4. Quartal 2026
Aktueller Holzmarkt – Nachfrage zieht wieder leicht an
Die wirtschaftliche Lage der Sägeindustrie bleibt im Herbst 2026 angespannt. Ausschlaggebend dafür sind die schwache Baukonjunktur, hohe Rohstoff- und Energiekosten, schwierige Exportbedingungen sowie die eingeschränkte Möglichkeit, Kostensteigerungen über höhere Schnittholzpreise weiterzugeben. Trotz einer steigenden Zahl neuer Baugenehmigungen zeichnet sich im Wohnungsbau noch keine grundlegende Trendwende ab. Erfreulich ist hingegen, dass der Holzbau auch während der konjunkturellen Flaute Marktanteile hinzugewinnen konnte. Insbesondere beim Neubau von Mehrfamilienhäusern kommt Holz zunehmend zum Einsatz. Als wesentliche Hemmnisse bleiben jedoch die hohen Baukosten und die bislang ausgebliebene Zinswende bestehen. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Absatzmärkte für Rundholz aus, die seit dem Krieg am Persischen Golf weiterhin auf eine Belebung warten. Dies gilt sowohl für Deutschland als auch für wichtige internationale Exportmärkte.
Entsprechend der Marktlage haben die Abnehmer ihre Produktion überwiegend gedrosselt, während die Lagerbestände ausreichend bis gut gefüllt sind. Die Produktion in Deutschland liegt damit derzeit auf dem niedrigsten Stand seit 2012. Auch der Ausblick bleibt verhalten. Insbesondere internationale Krisen sorgen für zusätzliche Unsicherheit, belasten die Lieferketten und treiben die Kosten weiter in die Höhe.
Die meisten Vertragsverhandlungen für das 4. Quartal sind inzwischen abgeschlossen. Größere Preisveränderungen gab es dabei nicht. Rundholz aus Kalamitäten, etwa infolge großflächigen Borkenkäferbefalls oder Sturmwurfs, steht den Sägewerken derzeit nicht zur Verfügung. Die Nachfragesituation bei Fichte und Kiefer ist stabil und zieht bei bestimmten Sortimenten sogar leicht an.
Je nach Kunde und Auftragslage der Sägewerke sind unterschiedliche Längen und Aushaltungen gefragt, insbesondere bei den Kiefernsortimenten. Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen und die Aushaltung an den jeweiligen Hieb anzupassen. Auch abgestorbene Kiefern können als Palettenholz und / oder Industrieholz verkauft werden.
Bei Fichte und Kiefer ist die Länge von 5,10 m nahezu immer absetzbar. Vor Holzeinschlägen empfiehlt es sich jedoch, nochmals Rücksprache mit der WBV zu halten. Insbesondere bei Zopfdurchmesser, Stockmaß (Durchmesser am starken Stammende) und Übermaß sind die Anforderungen der einzelnen Sägewerke genau zu beachten.
Die Nachfrage nach Nadel-Industrieholz bleibt erfreulich hoch und zeigt sich weiterhin robust. Insbesondere die stabile Nachfrage aus der Holzwerkstoff- und Zellstoffindustrie sorgt für eine gute Auslastung der Absatzmärkte.
Matthias Koch, Handy-Nr. 0178-9747234.
Preise 4. Quartal 2026
Fichtenholz |
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BC-Qualität | 115-120€/Fm |
Käfer/D-Qualität | 90-95€/Fm |
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Kiefernholz |
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BC-Qualität | 85-90€/Fm |
D-Qualität | 68-70€/Fm |
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Nadelholz Palette | 70-72€/Fm |
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Eichenstammholz | 70-650 €/Fm |
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Industrie- und Brennholz |
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Hartholz | 70-80 €/Fm |
Weichholz | 40-45 €/Fm |
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise gelten nur für gemeldete Vertragsmengen bis August.
Nadelstammholzpreise jeweils für das Leitsortiment 2b+. Holz unter 25 cm Mittendurchmesser erhält durchschnittliche Preisabschläge von ca. 10 € je Stärkeklasse (1b und 2a). Alle Preise verstehen sich netto zzgl. der gesetzlichen MwSt. Die aktuell gültigen Längen und andere Vorgaben bitte immer im Geschäftsbüro erfragen! Aufgrund stetiger Veränderungen
am Holzmarkt können die Holzpreise ggf. abweichen.









