Büro: Di.+Mi. 8-12 Uhr / Sprechstunde: Do. 15-18 Uhr
Tel.:
0 95 45 / 44 12 75 | Fax: 0 95 45 / 44 12 76
oder mobil unter 0 178 / 9 74 72 34
E-Mail: kontakt@wbv-kreuzberg.de

 

    Douglasie im Waldumbau - Was ein 135 Jahre alter Versuchsbestand zeigt

    eingestellt:  23.07.2026

    Wie leistungsfähig ist die Douglasie im Klimawandel? Und welche Rolle kann sie im Waldumbau spielen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Forstexperten auf einer Exkursion in Mittelschwaben. Der Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) machte sich persönlich ein Bild vor Ort. Mit dabei war das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg (AELF) sowie der Forstbetrieb Zusmarshausen der Bayerischen Staatsforsten (BaySF).

    Im Mittelpunkt stand ein rund 135 Jahre alter Versuchsbestand. Er zählt zu den ältesten bekannten Douglasien-Mischbeständen in Bayern. Die Douglasie (Pseudotsuga menziesii) stammt ursprünglich aus Nordamerika. In Bayern wird zwar seit etwa 1880 angebaut nimmt aber nur ca. 1 % der gesamten Waldfläche ein. Sie wächst schnell, liefert wertvolles und vielseitig verwendbares Holz und gilt als vergleichsweise trockenheitstolerant.

    Leistungsfähig, aber kein Selbstläufer
    Die Ergebnisse zeigen: Die Douglasie kann auf geeigneten Standorten hohe Zuwächse erreichen und dabei heimische Baumarten im Höhen- und Dickenwachstum deutlich übertreffen. Der besuchte Fichten-Douglasie-Buchen-Mischbestand weist höhere Vorräte auf als ein vergleichbarer Fichtenreinbestand. Gleichzeitig zeigt die Versuchsfläche: Die Douglasie braucht besonders in der Jugend ausreichend Licht. Auf der Fläche wird sie stark durch die natürliche Buchenverjüngung überwachsen. Die Douglasie verhält sich nicht invasiv, sondern muss waldbaulich gesteuert werden.

    „Die Douglasie kann ein wichtiger Baustein im Waldumbau sein – aber sie ist kein Wunderbaum“, betont LWF-Präsident Dr. Peter Pröbstle. „Entscheidend ist, dass wir ihre Stärken nutzen und zugleich die Risiken durch Mischung begrenzen.“

    Für die Praxis heißt das: Die Douglasie sollte nicht flächig oder als Reinbestand angebaut werden. Sinnvoll ist ihre Beteiligung als Beimischung. So kann sie ihre hohe Wuchsleistung einbringen, ohne dass neue einseitige Risiken entstehen. Zwar gilt die Douglasie als trockenheitstolerant, doch auch bei ihr gehen in trockenen Jahren die Zuwächse zurück. Die Jahrringbreiten der Versuchsfläche zeigen, wie stark Trockenjahre das Wachstum beeinflussen.

    „In der Jugend braucht die Douglasie Licht und Pflege – wenn sie gut etabliert ist, kann sie eine beachtliche Leistung bringen. Für uns bleibt sie aber immer Teil eines gemischten Waldes mit mindestens vier Baumarten.“, so das Fazit des stellvertretenden BaySF Forstbetriebsleiters Hermann Stocker.

    Forschung und Beratung ziehen an einem Strang
    Die Versuchsfläche Krumbach 861 und das bayernweite Netz forstlicher Versuchsflächen werden wissenschaftlich von der LWF betreut. Die Ergebnisse fließen in Waldbauempfehlungen, in die Beratung der Waldbesitzenden sowie in die Aus- und Fortbildung des forstlichen Nachwuchses ein.

    „In der Beratung der privaten Waldbesitzer empfehlen wir die Douglasie nicht flächig, sondern gezielt in Mischung mit anderen Baumarten – Wer streut rutscht nicht“, erklärt Markus Riebler, Bereichsleiter am AELF Augsburg.

    Gemeinsam zeigen Forschung, Praxiserfahrungen im Staatswald und die forstliche Beratung der Forstämter: Die Wälder der Zukunft werden vielfältiger sein müssen. In sinnvoller Mischung mit heimischen Baumarten kann die Douglasie hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.

    Waldforschung braucht langen Atem: Die Versuchsfläche Krumbach 861 ist Teil des „Forstlich-Ertragskundlichen Versuchswesens in Bayern“ welches vor über 150 Jahren gegründet wurde. Heute umfasst es 157 Versuchsstandorte mit rund 1.400 Versuchsparzellen in ganz Bayern. Aufgrund der langen Messreihen können Waldforscherinnen und Waldforscher aktuelle Wachstumstrends auswerten und Prognosen zu künftigen Entwicklungen ableiten.

    Pressemitteilung der LWF vom 23.07.2026

    Hier finden Sie uns


    WBV Kreuzberg
    Von-Seckendorf-Straße 10
    91352 Hallerndorf

    Sie finden uns im alten Forsthaus am Rathaus.

    So erreichen Sie uns

     Büro: Di. + Mi. 8-12 Uhr

    Sprechstunde: Do. 15-18 Uhr

    0 95 45 / 44 12 75

    0 95 45 / 44 12 76

    kontakt@wbv-kreuzberg.de

    Besuchen Sie uns auch hier:

    Instagram

    Newsletter

    Hier können Sie sich für unseren Newsletter anmelden:

    Wir sind Mitglied

     PEFC Logo Kreuberg final  Logo Bayersicher Waldbesitzerverband final
     proholz rgb final  FVO Logo final
     
     
     

    Instagram